Chronik unseres Chores

 

Die Gründung des Männerchors Uetikon geht auf das Jahr 1841 zurück, 15 Jahre nach dem ersten Zürichsee-Sängerfest, das 1826 in Meilen stattfand. Es war die Zeit des aufkommenden Vereinslebens, in der die Männerchöre einen echten Boom erlebten. Gegründet – und während Jahrzehnten geleitet – wurde der Uetiker Männerchor von Rudolf Schnorf, seines Zeichens Lehrer wie die meisten seiner Nachfolger. Den spärlichen Berichten, die aus den Anfängen erhalten sind, kann man entnehmen, dass die Gesangsproben damals im Schein von Steinöllampen und Kerzen abgehalten wurden. Im Laufe der Zeit wurde der Chor von fast zwei Dutzend Dirigenten geleitet. Diese Kurzchronik beschränkt sich auf die Nennung einiger herausragender Meilensteine.

 

In der Mitte des 20. Jahrhunderts bereicherte der Musiklehrer André Jacot (ein Kollege des legendären Fribourger Komponisten Abbé Joseph Bovet) das Chor-Repertoire mit eigenen Kompositionen. – Auf Zelluloid gebannt: 1956 spielt Lehrer Schlatter, Aushilfsdirigent in Uetikon, im Film „Oberstadtgass“ von Kurt Früh einen Chorleiter von altem Schrot und Korn. – In den Siebzigerjahren gab Original und Opernsänger Jiřjí Pobuda den Takt an; von ihm sind noch diverse Anekdoten im Umlauf.

 

Im Lauf der Zeit hat der Chor viele Feiern mit weltlichen und geistlichen Liedern musikalisch umrahmt und hat sporadisch auch an Sängerfesten teilgenommen. Über die Sängerreisen gäbe es manches zu erzählen, so über den weisen, nach einem allzu ausgiebig genossenen Ausflug gefassten Entschluss, auf eine Anregung der Sängerfrauen einzugehen und inskünftig auch die Partnerinnen an besonderen Anlässen teilhaben zu lassen.

 

Die Zeiten ändern sich und mit ihnen auch der Chor und sein Repertoire. Die klassischen Männerchorlieder machen je länger, je mehr zeitgenössischen Sachen Platz. In jüngster Zeit (Juni 2016) konnte dies vor allem am regionalen „Zunftsängertag“ erlebt und genossen werden. Unser Chor, der in diesem Jahr sein 175-Jahr-Jubiläum feiern konnte, überraschte die Gäste mit einer fetzigen „Best-of“-Darbietung, die stimmungsvolle, aber auch mit einem Augenzwinkern zu singende Lieder beinhaltete.

 

Das soziale Element hatte immer schon einen hohen Stellenwert. Der Kontakt unter den Chormitgliedern beschränkt sich nicht aufs gemeinsame Singen, in unserer Fernseh- und Computer-Zeit ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Natürlich gibt es heutzutage viele, die zwar Freude am Singen, mit Vereinen aber nicht viel am Hut haben. Diesen sei gesagt, dass sie jederzeit willkommen sind, wenn sie bei einzelnen Projekten mitmachen  möchten.

 

Nächste Auftritte

Di, 31.12. 2019, 18.00 Uhr

Oekumenischer

Sylvestergottesdienst,

Franziskuszentrum, Uetikon